Der alljährliche inklusive Auferstehungsgottesdienst begann mit dem Osterfeuer im Innenhof der Liebfrauenkirche mit der Entzündung der Osterkerze. Mit Br. Stefan Walser zog die Gemeinde in die Kirche ein, um die Auferstehung Jesu zu feiern. Zum Halleluja zeigte Felicitas einen mitreißenden Auferstehungstanz.
Gemeinsames Osterfrühstück
Natürlich durfte auch dieses Jahr das Osterfrühstück in den Vereinsräumen nicht fehlen. Der Einladung folgend schlossen sich einige Teilnehmende des Gottesdienstes einer Gruppe von LUKAS 14 an, um am „Gastmahl“ teilzuhaben.
Jesus wollte Gerechtigkeit für alle, das nannte er Reich Gottes. Er ermutigte, heilte und liebte im Namen Gottes. Dafür nahm er den Tod in Kauf.
Karsamstag:
Grabesruhe – alle Träume ausgeträumt – ein großer Stein vor dem Grab. Schlusspunkt unter allem.
Doch es kommt anders:
Ein neuer Tag
der Stein – weggewälzt das Grab – geöffnet und leer die Nachricht – „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? ER ist nicht hier, er ist auferstanden.“ (Markusevangelium 16,5-6)
Ostern – was für ein Fest!
Was auch immer geschehen ist, ein neues Sehen beginnt. Das Leben hat den Tod besiegt. Der Gott, dem Jesus vertraut, ist in den dunkelsten Zeiten auch bei uns. In diesem Vertrauen können wir leben und sterben.
Gisela Paluch
Foto: Gisela Paluch
Die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus. Jesus selbst erweist sich als der Lebendige.
Der Welt-Down-Syndrom-Tag am 21.03.2024 bot die Gelegenheit ein ganz besonderes Mitglied zum LUKAS-Treff einzuladen. Felicitas Einsporn, eine junge Frau mit Down-Syndrom, hat einem Interview zugestimmt und von ihren Hobbys und ihrer neuen Wohnung erzählt. Felicitas berichtete in Lautsprache in Kombination mit Gebärdensprache zur unterstützten Kommunikation von ihrer Begeisterung ihre Emotionen zum Ausdruck zu bringen, sei es in einer Theatergruppe, beim Tanz oder als Mitglied des Gebärdenchors von LUKAS 14. So hat Felicitas im Anschluss an das Interview einen Tanz zum Schwipslied („Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauss) zum Besten gegeben. Dabei fühlt sie sich gar nicht anders, sondern ganz normal wie alle anderen Menschen auch, denn anders ist ihr normal – unser normal.
Am 17. 02.2024 war das Kabarett-Duo Haak & Cloşcă bei LUKAS 14 zu Gast. Der Name des neuen Programms „Einfach normal“ könnte nicht zutreffender sein. Elsbeth und Marius präsentierten nicht „nur“ Cover-Versionen, sondern auch selbstgeschriebene Chansons, die typische Alltagssituationen mit scharfer Zunge pointieren. Das Publikum war hellauf begeistert.
Beim Frühlings-Basteln am 16.03.2024 traf sich erneut eine Gruppe Bastelbegeisterter in den Vereinsräumen von LUKAS 14. Kathy Widder hat viele unterschiedliche Materialien zum kreativen Gestalten bereitgestellt und stand wie immer mit Rat und Tat zur Seite. So entstanden im Laufe einiger Stunden sehr viele schöne frühlingshafte Kreationen. Insgesamt war es ein sehr gelungenes Event mit tollen Gesprächen und einer super Stimmung.
In der Sommerpause besuchten wir Speyer mit Schwester Bernharde. Im Kloster St. Magdalena hörten wir einen Vortrag über Edith Stein. Aus dem Leben von Edith Stein erzählte Schwester Bernharde im LUKAS-treff am 29. Februar. Sie berichtete und zitierte spannende Geschichten aus Büchern der deutschen Philosophin und Frauenrechtlerin jüdischer Herkunft. Auf dem Tisch wurden Zitate von Edith Stein ausgelegt, um so die weisen Worte selbst zu lesen und in sich wirken zu lassen. Mit einen kleinen Imbiss und netten Gesprächen klang der eindrucksvolle Abend aus.
Beim Bibelentdecker im Februar haben wir diesmal die Jahreslosung 2024 durchgenommen: „Alles was ihr tut, geschehe in Liebe.“ 1. Korinther 16, 14
Die Jahreslosung ist eine große Herausforderung und stellt einen hohen Anspruch an uns. Wir beschäftigten uns damit, was wir „ALLES“ im Alltag „tun“ und was es bedeutet, alles in Liebe zu tun. Wo haben wir im Moment keine Liebe und ist es möglich, alles mit der Liebe zu tun? Die Liebe, die in diesem Text erwähnt wird, ist die Agape Liebe, sprich Gottes Liebe. Das heißt, wir sollen den Blick auf Gott richten. Wir sammelten gemeinsam Bibelverse, wo die Liebe drin vorkommt, um den Begriff Liebe zu erweitern. Über die Verse kamen wir ins Gespräch und im gemeinsamen Austausch, und zum Schluss hörten wir noch einmal ein Lied zur Jahreslosung.
Am 5. März besuchte eine Gruppe von LUKAS 14 eine besondere Ausstellung „Ikonen gegen den Krieg“ in St. Hedwig (Griesheim). Ein ukrainisches Künstlerehepaar, Sofia Atlantova und Oleksandr Klymenko, haben Ikonen auf Munitionskisten, die sie selbst, zum Teil unter Lebensgefahr, nahe der Front zum Beispiel bei Bachmut im Osten der Ukraine gesammelt haben, gemalt. Das oft raue Holz der Munitionskisten, zum Teil mit Einschusslöchern, Nägeln oder Scharnieren, teilweise zersplittert, bildet den Untergrund für die Ikonen, die bis auf eine Ausnahme alle ohne das sonst übliche Gold dargestellt werden. Das schreckliche Bild des Krieges verwandelt sich in etwas Trostspendendes, Transzendentes.
Die ausgezeichnete Einführung von Gabriele Then in die symbolische Sprache von Ikonen verdeutlicht, dass Ikonen bei Christen des byzantinischen Ritus eine der Bibel/Heiligen Schrift nahezu ebenbürtige Stellung einnehmen. Ikonen werden nicht „gemalt“ sondern „geschrieben“, jede Blickrichtung der Personen, jede Geste der Hände (die sich wie eine antike Gebärdensprache lesen lassen), jede Farbe haben eine bestimmte Bedeutung und folgen nicht austauschbaren, fest vorgegebenen Mustern.
So konnte auch die Gruppe von LUKAS 14 diese besonderen Ikonen lesen, die tiefe theologische Aussage, die weit über den reinen künstlerischen Aspekt hinausgeht, nachspüren, erfahren und begreifen. Im zum Abschluss gesungenen Lied „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht“ (GL 450) haben sich Gedanken und Gefühle musikalisch vertieft.
…ist das Thema, mit dem Br. Helmut Schlegel OFM am 2. März durch einen „Besinnlichen Vormittag“ mit der Feier einer Agape geführt hat. Bei Meditation, Musik, Gebet und Bibliolog wurde der Gegenwart, dem Heute, nachgespürt, denn zu oft leben wir Menschen in der Erinnerung/Vergangenheit oder planen für die Zukunft, vergessen aber dabei im Hier und Jetzt, in der Gegenwart, zu leben. In den Evangelien finden sich viele Berichte, wie die Heilung des Bartimäus, die zeigen, dass Jesus präsent war, er hörte zu, wendete sich den Kranken und Notleidenden zu, sprach zu den Menschen die seine Nähe suchten. Mit Jesus als Vorbild kann es auch uns gelingen präsent zu sein, sich nicht in Erinnerungen oder Tagträumen zu verlieren, sondern HEUTE zu leben und zu handeln. Nach dem rituellen Brotbrechen gab es noch ein einfaches gemeinsames Mittagessen, damit auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam.
Wir befinden uns mitten in der Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch begonnen hat und ihren Höhepunkt mit dem Karfreitag erreicht, der zugleich auch ihr Ende ist.
In der heutigen Zeit bedeutet Fasten keineswegs mehr nur auf bestimmte Speisen und Genüsse zu verzichten. Wichtig ist sich Zeit zu nehmen, mit dem Schwerpunkt auf das Sich-Besinnen und sich öffnen für Gottes Gegenwart.
Es ist eine gute und wertvolle Zeit mit Vertrauen in sein Innerstes zu blicken, mit Mut zu erkennen, was sich ändern soll und vor allen Dingen, die Änderungen auch zu vollziehen und durchzuhalten.
Fastenzeit – Vorbereitung auf das Fest der Auferstehung Jesu.
Dazu können uns die Worte von Gisela Baltes hilfreich sein.
Gisela Paluch
Zeit zur Umkehr vom Überfluss zum Notwendigen von der Übertreibung zum Genügsamkeit vom Habenwollen zum Zufriedensein von der Sucht zur Freiheit
Zeit zur Umkehr von der Heuchelei zur Aufrichtigkeit von der Engherzigkeit zur Weite von der Selbstgerechtigkeit zur Güte von der Beliebigkeit zur Klarheit vom Wankelmut zur Treue
Zeit zur Umkehr vom Ich zum Du von der Entfremdung zur Nähe von der Gleichgültigkeit zur Anteilnahme von der Kränkung zur Versöhnung von der Feindseligkeit zum Frieden
Zeit zur Umkehr vom Lärm zur Stille von der Hektik zum Innehalten von der Ungeduld zur Gelassenheit von der Zerstreutheit zur Sammlung von der Oberfläche zum Wesentlichen